ARD-GVK: Sportschau-Telegramm reaktivieren

Ein Fu?ball fliegt ins Tornetz. | Bildquelle: colourbox.de

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Pressemitteilung vom 30.11.2011

ARD-GVK: Sportschau-Telegramm reaktivieren

Was sind die Erwartungen und Anforderungen an die Sportberichterstattung im ?ffentlich-rechtlichen Rundfunk? Die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) hat in ihrer Bremer Sitzung am 28.11.2011 die Ergebnisse der Beratungen zur Sportberichterstattung zusammengefasst und u.a. eine Reaktivierung des "Sportschau-Telegramms" vorgeschlagen.

Sport ist ein ma?geblicher Faktor des gesellschaftlichen Lebens. Sport bedeutet Gesundheit und Gemeinschaft, ist Kultur, Spa? und Wirtschaftsgut. Sportberichterstattung ist Information und Unterhaltung. Auch der ?ffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet. Aber über welche Sportarten soll der ?ffentlich-rechtliche Rundfunk berichten? Was sind die Erwartungen und Anforderungen an die Sportberichterstattung im ?ffentlich-rechtlichen Rundfunk? Welche Qualit?ts- und Unterscheidungsmerkmale muss die ?ffentlich-rechtliche Sportberichterstattung aufweisen? Diese Fragen werden vielfach diskutiert. Die Antworten sind ebenso vielfach.

Die Vertreter der Gesellschaft im ?ffentlich-rechtlichen Rundfunk haben sich in Diskussionen mit Programmverantwortlichen der ARD, Sportverb?nden, Sportwissenschaftlern, aktiven Sportlern und Sportjournalisten ihre eigene Meinung gebildet.

Die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) hat in ihrer Bremer Sitzung am 28. November 2011 die Ergebnisse der Beratungen zur Sportberichterstattung in drei Hauptthesen zusammengefasst:

  • Gegenstand und Umfang der Sportberichterstattung müssen Vielfalt und Breite der Sportthemen und Sportarten widerspiegeln und sich an deren Relevanz in und für die Gesellschaft orientieren.
  • Die Sportberichterstattung im ?ffentlich-rechtlichen Rundfunk unterliegt einem besonderen Qualit?tsanspruch und einer besonderen Qualit?tserwartung. Sportberichterstattung im ?ffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet unabh?ngige, kritische, differenzierte und interdisziplin?re journalistische Aufbereitung.
  • Soll das Interesse einer breiten Zuschauergruppe an neuen Sportarten oder Randsportarten nachhaltig geweckt und gefesselt werden, müssen Sportler, Verb?nde und Medien gezielt zusammenwirken, um ein entsprechend attraktives Angebot zu schaffen.

Die Vorsitzende der GVK und WDR-Rundfunkratsvorsitzende, Ruth Hieronymi, betont:

"Der ?ffentlich-rechtliche Rundfunk ist besonders geeignet und gefordert, die vielf?ltigen Aspekte und Effekte des Sports für den Einzelnen und die Gesellschaft in seiner gesamten Bandbreite aufzubereiten. Diese besondere Qualit?t der ?ffentlich-rechtlichen Sportberichterstattung muss für den Zuschauer jederzeit erkennbar sein. In unseren Diskussionen sind hierzu auch einige Optimierungsvorschl?ge ge?u?ert worden, wie z.B.

  • die Vielfalt und Breite der Sportberichterstattung sollte sich verst?rkt in den Sportregelsendungen des Ersten und der Dritten Programme niederschlagen. Ein m?glicher Beitrag hierzu w?re die Reaktivierung des sog. Sportschau-Telegramms.

  • die Sportschau im Ersten sollte w?hrend der Bundesliga-Pausen in der Sendezeit nicht verkürzt werden, sondern verst?rkt zur Berichterstattung über andere Sportarten und zur gezielten Aufbereitung von Themen rund um den Sport genutzt werden.

Das Internet bietet die M?glichkeit über weniger publikumsstarke Sportarten nicht nur nachrichtlich, sondern ausführlich oder sogar live zu berichten. Dies sollte gezielt erg?nzend zur linearen Berichterstattung im Rahmen der rechtlichen M?glichkeiten genutzt werden", so Ruth Hieronymi.

Stand: 30.11.2011, 11.00 Uhr

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